Geschichte

Walpersdorfer Wappen

Am 24.3.1959 ist der Gemeinde durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf das Recht zur Führung eines eigenen Wappens und Siegels verliehen worden. Es zeigt im goldenen Feld, vom Schildrand rechts und linkshervor-tretend, rote Hälften eines brennenden Holzkohlemeilers und eines Eisenschmelz-ofens mit Mundloch und rauchender Esse. Davor im Schildfuß stehend, am blauen Stamm mit belaubter, blauer Krone angelehnt, der Heilige Sebastian im blauen Lendenschurz mit rotem Gürtel. Die gekreuzten Füße und die über links schräg-gestelltem Haupt erhobenen Hände gefesselt, rechte Lende einfach, freier Ober-körper von links zweifach von schwarzen Pfeilen durchbohrt. Die Gemeinde Walpersdorf, 1344 urkundlich zuerst erwähnt, ist aus dem mittelalterlichen, etwa in das 9. bis 12. Jahrhundert zu datierende Waldschmiede und Köhlersiedlungen Patschoß, Oberwalpersdorf-Michelbach und Niederwalpersdorf-Sinnerbach (=Schlackenbach) hervorgegangen, deren genannte Lage aus Boden-funden, Schlackenhalden, Flurnamen und anderen Merkmalen erschlossen werden konnte. Zumeist an siedlungsgünstigen Stellen am Einfluß der kleinen Bäche Kütschenlangbach, Michelbach und Sinnerbach in die Sieg, die Walpersdorf von ihrer Quelle aus als erste Ortschaft durchfließt, gelegen, haben sie die Grundlagen für die jetzige land- und forstwirtschaftliche Struktur der Gemeinde gebildet. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Walpersdorf heute die einzige Siegerländer Ortschaft ist, in der nach althergebrachter Art und jahrhundertelanger Tradition noch Holzkohle in Meilern gebrannt wird. Als Symbole dieser geschichtlichen und wirt-schaftlichen Entwicklung sind deshalb im Wappen rechts ein Holzkohlenmeiler und links ein Eisenschmelzofen in halbierter Form zur Erinnerung an die einstige Tätigkeit der Waldschmiede und Köhler dargestellt. Der Heilige Sebastian ist der Schutzpatron von Walpersdorf, insbesondere aber der katholischen Pfarrgemeinde und deren auf beherrschendem Punkt über dem Siegtal stehenden Kirche, die im Jahre 1540 als Kapelle zuerst vorkommt, wahrscheinlich aber schon einige Jahrzehnte früher
entstanden sein wird.
GS Quelle: Abl. Reg. Abg 1959, S. 160


Gründung

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